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Wie ich mir schon dachte, komm ich gar nicht dazu ueber die Sachen zu schreiben, ueber die ich eigentlich schreiben wollte. Aber jetzt muss ich erstmal ein paar Nachtraege machen.
Letzte Woche fand hier in
Tokyo Oktober(!)fest statt. Ja. Man hoere und staune... Da musste ich als Exil-Deutscher natuerlich gleich hin. Mitgekommen sind noch meine Schwester, deren Japanischkurs sich hier langsam dem Ende neigt, ein italienischer Mitstudent von ihr, Nassar, ein libanesischer Komilitone von mir aus meinem Lab und Ben, der mein Nachfolger bei der JDG war und der hier seine Diplomarbeit schreibt.

Per Zufall gabelte meine Schwester auf dem Weg auch noch Anja, eine Komilitonin von mir aus Tuebingen, in der Ubahn auf. Die Welt ist wirklich sehr klein... Auch wenn man es nicht glauben will, ich hab es inzwischen schon 4mal geschafft per Zufall Leute hier zu treffen, von denen ich meistens gar nicht wusste, dass sie in Japan/Tokyo waren. Und das in einer 30 Mio. Stadt(!)
Alles in allem war es eine ganz lustige, wenn auch bizarre Veranstaltung. Das Wetter hat das ganze leider ein bischen versaut, es goss naemlich aus Stroemen. Aber warum machen die das auch am Anfang der Regenzeit!? Vielleicht dachten sie ja, das ganze sei wettertechnisch equivalent zum deutschen Oktober hehe. Wie man auf den Fotos sieht, verharrten wir also dann die meiste Zeit unter den Regenschirmen und genossen soweit es ging unsere Original Wurst mit wahlweise echtem bayrischen Oktoberfestbier oder auch etwas weniger gaengigeren Sorten wie einem lokal gebrauchten Weizenbier oder Koestritzer. Das Essen war auch gut durchmischt, neben Leberkaese, Bretzel und Weisswurst gabs auch Thueringer oder Maultaschen mit Tomatensosse(!).
Hier kann man sich alle Fotos mal ansehen.
Danach zogen wir dann in eine Shisha-Bar in Roppongi, einem hauptsaechlich von Auslaendern frequentierten Nachtviertel von Tokyo um. Nassar hatte die Bar empfohlen und ich fand es auch mal wieder ganz lustig Wasserpfeife zu rauchen, was in Japan in letzter Zeit ein bischen in Mode zu kommen scheint, auch wenn es noch nicht so haeufig wie in Europa zu finden ist. Auf jeden Fall aber eine willkommene Ergaenzung zum Angebot an Ausgehmoeglichkeiten.
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